Odoo Consulting, Hosting & Entwicklung
Made in Germany
Made in Germany:
Warum das für mich in der Odoo Beratung kein Marketingversprechen ist
Made in Germany ist bei mir kein Aufkleber, sondern eine bewusste Entscheidung an mehreren Stellen im Projekt. Wer mit mir zusammenarbeitet, merkt schnell, dass mir das nicht als Werbefloskel dient, sondern als Grundprinzip meiner Arbeit. Das betrifft, wo Daten liegen, wer sie entwickelt, wer die Buchhaltung versteht, wer das Projekt führt, und welche Zusatzmodule ich empfehle. In diesem Beitrag erkläre ich an fünf konkreten Punkten, warum diese Entscheidung für mich und meine Kunden Sinn ergibt, und was aktuelle Zahlen zur digitalen Souveränität im deutschen Mittelstand dazu sagen.
Warum digitale Souveränität gerade jetzt zählt
Das Thema ist längst keine politische Randdebatte mehr, sondern eine wirtschaftliche Realität, mit der sich jedes Unternehmen auseinandersetzen muss, das Software einsetzt.
Laut dem Bitkom Cloud Report 2026 halten 85 Prozent der befragten deutschen Unternehmen die Abhängigkeit von US Cloud Anbietern für zu hoch, ein deutlicher Anstieg gegenüber 78 Prozent im Vorjahr. Eine YouGov Studie im Auftrag von IONOS zeigt zudem: über 80 Prozent der befragten Entscheider aus kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland bevorzugen Anbieter, die ihnen volle Kontrolle über ihre Daten garantieren und diese vor ausländischem Zugriff schützen.
Der Grund dafür ist rechtlich, nicht nur gefühlt: Der US CLOUD Act verpflichtet amerikanische Unternehmen zur Herausgabe von Daten, selbst wenn diese in europäischen Rechenzentren gespeichert sind. Ein in Frankfurt gehosteter Datenbestand bei einem US Anbieter ist aus Sicht des deutschen Datenschutzes deshalb nicht so sicher, wie es auf den ersten Blick aussieht. Anbieter mit Sitz und Recht in Deutschland, wie IONOS oder Hetzner, unterliegen dieser Regelung nicht.
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„Über 80 Prozent der KMU in Deutschland wünschen sich Anbieter, die ihnen volle Kontrolle über ihre Daten geben und diese vor ausländischem Zugriff schützen.“ >>>> YouGov Studie im Auftrag von IONOS, 2025 |
Fünf Stellen im Projekt, an denen ich bewusst auf Deutschland setze
1. Hosting
Ich arbeite ausschließlich mit erfahrenen Partnern, die in Deutschland hosten, zertifiziert nach DIN ISO/IEC 27001. Das ist kein Zufall. Die Norm verlangt dokumentierte Prozesse für Risikoanalyse, Zugriffskontrolle und Notfallmanagement, das ist ein belastbarer Nachweis, kein Marketingversprechen. Da diese Partner deutschem Recht unterliegen, greift der US CLOUD Act hier nicht. Der Unterschied ist rechtlich real, nicht nur gefühlt.
2. Entwicklung
Meine Entwickler sind deutschsprachig. Nicht, weil ausländische Entwicklung grundsätzlich schlechter wäre. Meine Erfahrung zeigt aber, dass komplexe Abhängigkeiten in einem ERP System von deutschsprachigen Entwicklern deutlich schneller und konsistenter verstanden werden. Die bekannten Extrarunden durch Missverständnisse, etwa wenn eine fachliche Anforderung erst über Umwege richtig ankommt, lassen sich so fast vollständig vermeiden. Das spart am Ende Zeit und Budget im Projekt.
3. Buchhaltungssupport
Deutsche steuerliche Besonderheiten müssen rechtskonform im System abgebildet werden. Das schafft nur, wer die Praxis kennt, nicht nur die Theorie. Eine sauber aufgesetzte Buchhaltung ist kein Nice to have, sie ist die Grundlage jeder verlässlichen Unternehmenssteuerung. Fundiertes Wissen zu Kontenrahmen wie SKR03, Umsatzsteuervoranmeldungen und Abgrenzungen entsteht nicht aus einem Handbuch, sondern aus jahrelanger Praxiserfahrung.
4. Projektmanagement und Consulting
Der wichtigste Punkt von allen. Wenn der Consultant nicht die gleiche Sprache spricht, im wörtlichen und im fachlichen Sinne, entstehen Missverständnisse. Im Handel gibt es Fachbegriffe für Verkaufseinheiten, die selbst fachfremde Muttersprachler nicht auf Anhieb verstehen. Kommen dann noch Übersetzungsfehler hinzu, kann ein ganzes Projekt in die falsche Richtung laufen. Ein gemeinsames Verständnis der Prozesse ist die Grundvoraussetzung für ein Projekt, das am Ende auch wirklich zum Unternehmen passt.
5. Sinnvolle Zusatzmodule
Ich setze auf sinnvolle Integrationen wie die vollständige Einbindung der E Mail Funktionalität direkt ins ERP. Damit lässt sich komplett auf ausländische Mailprovider verzichten, der Mailserver läuft ausschließlich lokal. Das ist ein kleiner, aber konkreter Baustein auf dem Weg zu mehr digitaler Souveränität im Unternehmen.
Keine Ideologie, sondern eine praktische Entscheidung
Das ist keine ideologische Haltung gegen alles Ausländische. Es ist eine praktische Entscheidung für Rechtssicherheit, Verständlichkeit und Verlässlichkeit. Aktuelle Zahlen zeigen, dass ich damit nicht allein bin. Der deutsche Mittelstand denkt zunehmend genauso, digitale Souveränität ist längst keine Nische mehr, sondern ein zentrales Kriterium bei der Wahl von IT Partnern.
Wenn Sie darüber nachdenken, wie Ihr eigenes ERP System in diesen fünf Punkten aufgestellt ist, sprechen Sie mich gerne an. Ich schaue mir das mit Ihnen gemeinsam an, ehrlich und ohne Fachchinesisch.